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Wissenschaftliche Grundlagen und Definitionen

 

Ø        Anthroponosen: Erreger werden von Mensch zu Mensch übertragen.

Ø        Biologische Agenzien (gemäss Definition der EU Richtlinie 2000/54/EC): Mikroorganismen einschliesslich gentechnisch veränderter Mikroorganismen, die Infektionen, Allergien oder toxische Wirkungen hervorrufen könnten (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten, Protozoen, Algen, Prionen), wobei deren Grösse sehr unterschiedlich sein kann. Humane und tierische Zellkulturen werden zu den biologischen Agenzien gezählt, da sie potenziell mit den aufgeführten Agenzien kontaminiert sein könnten.

Ø        Direkte Übertragung (bzgl. Mensch): Fäkal-orale Übertragung (Schmierinfektion); aerogene Übertragung (Tröpfcheninfektion); genitale Übertragung (beim Geschlechtsverkehr); Übertragung über die Haut (bei Hautkontakt?); diaplazentare Übertragung (während der Schwangerschaft); perinatale Übertragung (während der Geburt); horizontale Übertragung; vertikale Übertragung

Ø        Disposition: Zustand oder spezifische Umstände des individuellen Wirtsorganismus, die zu unterschiedlich schweren Erkrankungen führen können.

Ø        Epidemisches Potenzial: Möglichkeit eine Krankheit sich in einer Wirtspopulation zu verbreiten.
Man unterscheidet 3 Formen:
Epidemie: örtlich und zeitlich begrenzt (z.B. Salmonella)
Pandemie: örtlich unbegrenzt, zeitlich begrenzt (z.B. Influenza)
Endemie: sporadisch wiederkehrend, in begrenzten Gebieten (z.B. Frühsommer-Encephalomeningitis (FSME)

Ø        FSMEFrühsommer-Encephalomeningitis (FSME) ? Was ist das? Sollte man das nicht das erste Mal ausschreiben?)

Ø         

Ø        Gentechnisch veränderte Organismen (Agenzien): Organismen, deren genetisches Material durch gentechnische Verfahren so verändert worden ist, wie dies unter natürlichen Bedingungen durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht vorkommt (Einschliessungsverordnung [ESV], SR 814.912)

Ø        Geschlossene Systeme: Einrichtungen, die durch physikalische Schranken oder durch eine Kombination physikalischer mit chemischen oder biologischen Schranken den Kontakt der Organismen mit Mensch (inkl. Arbeitnehmende) oder Umwelt begrenzt oder verhindert (ESV, SR 812.912)

Ø        Immunprophylaxe: Möglichkeit eine Krankheit durch eine spezifische Impfung zu unterbinden. Die Wirkung ist in der Regel zeitlich begrenzt und Auffrischungsimpfungen sind nötig (Tetanus alle 10 Jahre?, Gelbfieber alle 10 Jahre, Grippe jedes Jahr). Es gibt aktive Schutzimpfungen, bei denen ein Antigen eine spezifische Antikörperbildung hervorruft (z.B. Hepatitis B-, Tetanus-Impfungen). Bei den Lebendimpfstoffen werden attenuierte Organismen verwendet (z.B. Gelbfieber-, Polio-Impfstoffe)., {die sich jedoch unter Umständen noch vermehren können: ist dieser Satz wichtig im Zusammenhang mit Immunprophylaxe?} Bei den rekombinanten Impfstoffen werden mit Hilfe molekularbiologischer Methoden Organismen gezielt so verändert, dass sie nicht mehr virulent sind (z.B. Orochol als Cholera-Impfstoff). Totimpfstoffe enthalten abgetötete Organismen (z.B. Keuchhusten-Impfstoff). In Entwicklung sind zur Zeit auch DNA-Impfstoffe.

Ø        Indirekte Übertragung: Übertragung durch Lebensmittel oder Trinkwasser; Übertragung durch verschiedene, leblose, kontaminierte Gegenstände oder Flüssigkeiten; Übertragung mit Vektoren (Arthropoden); Übertragung durch den Menschen (z.B. durch die Hände von Medizinalpersonal); Übertragung durch kontaminierte Fahrzeuge oder Geräte.

Ø        Infektion: Eindringen körperfremder Krankheitserreger (wie Bakterien, Viren und andere Organismen; Aufnahme über Nahrung, Umwelt oder von anderen Menschen) in den Wirtsorganismus, deren Vermehrung und Reaktion des Wirtes.

Ø        Infektionsdosis: Minimale Dosis, die notwendig ist, um eine Krankheit auszulösen (z.B. Francisella tularensis [Tularämie über Atemtrakt]: 10 Zellen; Salmonella typhi [Typhus über  Verdauungstrakt]: 105 Zellen; Escherichia coli [Durchfallerkrankung über Verdauungstrakt]: 108 Zellen; Maul und Klauenseuchevirus: rund 10 Viruspartikel pro Kuh; Bluetongue: 1 Viruspartikel pro Schaf)

Ø        Infektionsmodus/Übertragungsweg: Art des Eindringens eines Erregers in einen Organismus. Infektionskette: Reservoir (Vermehrung des biologischen Agens in einem  Organismus ohne Krankheitssymptome) ® Transmission (z.B. durch Mücken [Malaria])® Wirtsspezies mit Ausbruch der Krankheit

Ø        Infektionsspektrum/Empfänglichkeit: Gesamtmenge der Spezies, welche durch ein biologisches Agens infiziert werden können. Eine Wirtsspezies muss gegenüber dem biologischen Agens  empfänglich sein. Dies können physsyikalische Eigenschaften (z.B. Rezeptoren), Lebensumstände oder individuelle Faktoren sein (z.B. Psyche, Konstitution, Geschlechtsdisposition, Altersdisposition, Tierhaltung bei tierischen Viren usw.)

Ø        Inkubationszeit: Zeit von einer Infektion bis zum Auftreten erster Krankheitssymptome: z.B. SARS: 5-11 Tage; Maul- und Klauenseuche: 3-13 Tage..

Ø        Invasivität / Infektiosität: Die Virulenz eines Erregers hängt von der Invasivität resp. Infektiosität ab, d.h. vom Eindringen in einen Organismus und von der Vermehrung in demselben. Für den Prozess des Eindringens sind bei manchen Erregern Rezeptoren verantwortlich. (z.B. Bordetella pertussis befällt die Epithelzellen der Atemwege und verursacht Keuchhusten; Vibrio cholerae bindet am Darm-Epithelium und verursacht Cholera).

Ø        Letalität: Zahl der an einer Krankheit verstorbenen in Bezug auf die Gesamtzahl der Erkrankten. Pschyrembel: Tödlichkeit einer bestimmten Krankheit. Die Letalitätsrate ist das Verhältnis der Anzahl der an einer bestimmten Krankheit Verstorbenen zur Anzahl neuer Fälle (nur bei akuten Erkrankungen sinnvoll zu berechnen): z.B. SARS Infektion 14%; West Nile Virus Infektion: 14%.

Ø        Morbidität: Zahl der Erkrankten pro Bevölkerungskollektiv (z.B. 1000, 10000 usw.). Pschyrembel: Krankheitshäufigkeit innerhalb einer Population; wird in bestimmten Grössen (Prävalenz, Inzidenz) ausgedrückt.

Ø        Mortalität: Zahl an einer Krankheit Verstorbenen, bezogen auf ein Bevölkerungskollektiv. Pschyrembel: das Verhältnis der Anzahl Sterbefälle zum Durchschnittsbestand der Population

Ø        Pathogenität: Fähigkeit eines biologischen Agens eine Krankheit hervorzurufen. Biologische Agenzien können für den einen Organismus pathogen sein, für den anderen jedoch wiederum nicht (z.B. bestimmte tierpathogene Keime wie Maul- und Klauenseuche sind für den Menschen ungefährlich).

Ø        Resistenzen: Gewisse biologische Agenzien können gegenüber den herkömmlichen Behandlungsmittel Resistenzen aufweisen, d.h. die Behandlungsmittel sind nicht mehr wirksam (z.B. multiresistente TB?=Tuberkulosebakterien?).

Ø        Tenazität: Überlebensfähigkeit ausserhalb des Wirtsorganismus (z.B. Polioviren können bis zu 100 Tage in Abwasser überleben; Sporen von Bacillus. anthracis fast unbegrenzt usw.). Pschyrembel: Widerstandsfähigkeit, bzw. Haftvermögen von biologischen Agenzien. Zz.B. Maul- und Klauenseuche kann bis zu 6 Monaten in der Umwelt überleben.

Ø        Toxizität: Grundsätzlich von der Dosis abhängige Eigenschaft und Wirkung von chemischen Substanzen und physikalischen Faktoren. Symptome gewisser Krankheitserreger (z.B. Tetanus, Diphterie) sind nicht nur auf die Vermehrung des Erregers zurückzuführen sondern vor allem auf Toxine, die gebildet oder abgegeben werden. Manche Toxine können auch ausserhalb eines Wirtsorganismus gebildet werden, d.h. ohne das im Wirtsorganismus selber eine Vermehrung stattfindet (z.B. Mycotoxine von Aspergillus, Botulinum-Toxin von Clostridien). Zum Teil liegen Toxine als sehr stabile Verbindungen in der Umwelt vor.

Ø        Virulenz: Die Virulenz bestimmt die Schwere einer Krankheit. Gewisse Erreger können ihre virulenten Eigenschaften verlieren (z.B. attenuierte Impfstämme). Die Virulenz wird durch die Virulenzfaktoren Invasivität, Infektiosität und Toxizität bestimmt.

Ø        Zoonose: Erreger werden von einem Wirbeltier auf den Menschen übertragen (z.B. Tollwut, FSME, Pest usw.). Es wird zwischen folgenden Zoonosen unterschieden:
Direkte Zoonosen: Übertragung durch direkten Kontakt mit Ausscheidungsprodukten (z.B. Tollwut, TB, SARS);
Zyklozoonosen: mehrere Wirbeltierarten (Zwischen- und Endwirte) sind notwenig um den Entwicklungszyklus des Erregers zu vervollständigen (z.B. Echinokokkose);
Metazoonosen: Übertragung durch biotische Vektoren (z.B. Insekten, Fledermäuse, Nagetiere) mit gleichzeitiger Erregervermehrung (z.B. West Nile Virus, Nipah, Hendra);
Saprorzoonosen: Übertragung durch abiotische Vektoren wie Lebensmittel (z.B. Hepatitis A oder E, Campylobacter);
Latente Zoonosen: Verursachen keine Krankheit beim Tier aber sehr wohl beim Menschen (z.B. E. coli 178);
Food borne zoonosis: Lebensmittelerkrankung durch Keime die latent zoonotisch sind.

Habe die Begriffe noch alphabetisch geordnet.

 

 Wie steht es mit den Begriffen der Molekularbiologie? Sollten diese nicht hier auch kommen? Oder gibt ein anderes Glossar?

Begriffe der Molekularbiologie

Ø        Amplikon: Endprodukt der PCR (Amplifikationsprodukt); spezifisches DNA-Fragment von definierter Grösse (ca. 150 - 600 bp), welches durch die Primer begrenzt ist.

Ø        Annealing: Anlagerung der Primer im Hybridisierungs-Schritt der PCR.

Ø        Chromosom: Definierter Teil des gesamten Genoms.

Ø        Denaturierung: Aufschmelzen der Wasserstoffbrücken in DNA-Doppelstränge bei Temperaturen über ca. 90°C, wodurch DNA-Einzelstränge entstehen (erster Schritt in der Hybridisierungs-technik mit DNA-Sonden; bzw. in der PCR).

Ø        DNA-Hybridisierung: Doppelstrangbildung aus einzelsträngiger DNA (Sonde) durch Basenpaarung, komplementär zur Sequenz der Ziel-DNA.

Ø        DNA-Konzentration: Die Absorption einer DNA in wässriger Lösung von 1.0 bei 260 nm entspricht einer DNA-Konzentration von 50 μg/ml doppelsträngiger DNA.

Ø        DNA-Sonde: DNA-Einzelstrang, der mit einem oder mehreren Markermolekülen verbunden ist.

Ø        Extension: Polymerisations-Schritt von DNA in der PCR mit Hilfe der Taq-DNA-Polymerase.

Ø        mRNA: Die RNA-Kopie eines Gens nennt man messenger-RNA oder auch Boten-RNA. Wegen der Mosaikstruktur der Gene, d.h. der Gegenwart von Exons und Introns, enthalten die primären Transkripte auch Sequenzabschnitte, die nicht für ein Protein kodieren. Diese müssen aus dem Transkript exakt herausgeschnitten und die Enden der kodierenden Bereiche anschliessend wieder miteinander verknüpft (verspleisst) werden. Der Vorgang der Umwandlung eines primären Transkriptes in eine reife mRNA nennt man Spleissen.

Ø        Negativ-Kontrolle: Kontrollreaktion ohne jegliche DNA (Wasser, Puffer, Medium) oder mit DNA einer nicht reagierenden Spezies.

Ø        Nested PCR: PCR eines Amplikons mit einem weiteren Primerpaar, welches innerhalb der in der ersten Runde amplifizierten DNA liegt. Die Spezifität und Sensitivität der PCR wird dabei deutlich erhöht.

Ø        Nucleinsäuren: kettenförmige Makromoleküle, die der Speicherung und Übertragung der genetischen Information dienen. Man unterscheidet Desoxyribonucleinsäure und Ribonucleinsäure.

Ø        Nucleotide: Basenbausteine (Desoxynucleosidtriphosphate) für die Synthese von DNA.

Ø        Oligonucleotide: Spezifisches Stück einzelsträngiger DNA (bei PCR und Hybridisierung)

Ø        PCR (Polymerase Kettenreaktion): Spezifische, exponentielle Vervielfältigung eines Stückes DNA aus einem Gemisch heraus.

Ø        Plasmid: Ringförmiges DNA-Molekül; es besitzt genetische Elemente, die es zur autonomen Vermehrung in einer Bakterien- oder Hefezelle befähigen.

Ø        Positiv-Kontrolle: Kontrollreaktion mit künstlich zugesetzter Ziel-DNA (Template) oder DNA der nachzuweisenden Spezies.

Ø        RNA: Ribonucleinsäure