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10.05.2012 Attacke durch tollwütigen Bär (USA)

Die Attacke eines tollwütigen Bärs wurde durch einen Landarbeiter beendet, der den Bären vom Dach seines Fahrzeuges aus erschoss. Dieser Bär ist der erste, jemals erfasste Fall eines tollwütigen Bären in Virginia und erst der zweite Fall, der je an der Ostküste der der USA vorgekommen ist. Die Polizei nimmt an, dass der Bär durch die Bewegungen der zwei Männer angelockt wurde. Die beiden Männer transportierten grosse Steine auf einem Bauernhof. Der ungefähr 60 kg schwere, weibliche Bär attackierte zuerst das Fahrzeug in dem er in einen Pneu biss, bevor er sich den Männern zuwandte. Einer der Männer stieg aufs Dach des Wagens und nahm noch eine Schrotflinte mit, der andere Mann verliess den Wagen. Als der Wagen dann den Berg hinunter zu rollen begann, stieg er wieder ein und zog die Handbremse. Zu diesem Zeitpunkt stieg der Bär dann in den Wagen hinein. Der Mann auf dem Dach nahm das Gewehr und erschoss die Bärin. Keiner der Männer kam zu Schaden oder wurde dem Tollwutvirus ausgesetzt. Der Kopf der Bärin wurde in einem Labor untersucht, wo dann festgestellt wurde, dass sie mit Tollwut infizeirt gewesen war. Die Behörden glauben nicht, dass noch weitere tollwütige Bären in dieser Gegend auftauchen werden. Tollwut wird durch Kontakt mit Speichel, Hirnmasse oder Rückenmarksflüssigkeit von infizierten Tieren auf den Menschen übertragen. Dieses Material muss in Kontakt mit offenen Wunden oder mit den Schleimhäuten des Menschen kommen, damit es zur Infektion kommen kann. Die Gesundheitsbehörden versuchen nun herauszufinden, welcher Stamm des Tollwutvirus den Bären infiziert hatte, um epidemiologisch festzustellen woher die Viren kamen. Des Weiteren fordern die Gesundheitsbehörden die Leute auf, sich in sicherer Distanz zu wilden Bären aufzuhalten und diese nur aus der Ferne zu beobachten. [ProMed]

03.05.2012 Labor assoziierte Hirnentzündung (USA)

Ein junger Forscher ist in San Francisco an einem hochvirulenten Stamm von Meningokokkenbakterien, welche eine Hirnentzündung hervorrufen hatten, gestorben. Da er mit diesen Bakterien an der Erforschung eines neuen Impfstoffes gearbeitet hat, liegt der Verdacht nahe, dass er sich im Labor infiziert hat. Die Experten des US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) versuchen nun nachzuweisen, ob dies wirklich der Fall ist. Der 25-jährige Forscher starb nur einen Tag nachdem die Symptome auftraten und er ins Spital eingeliefert worden ist. Die CDC betonen aber, dass solche Infektionen im Labor sehr selten vorkommen. In der Zwischenzeit werden viele Verwandte, nahe Freunde, medizinisches Personal, das mit dem Patienten zu tun hatte, vorbeugend als Vorsichtsmassnahme mit Antibiotika behandelt. Seit den Sechzigerjahren gibt es Impfstoffe gegen gewisse Stämme der Bakterien, welche eine Hirnentzündung auslösen können. Und in den Labors in San Francisco versucht man seit 20 Jahren vergeblich einen Impfstoff gegen die Serogruppen B Stämme zu entwickeln. Genau dies ist der Stamm, der den Forscher umgebracht hat. Er starb an einem Multiorganversagen, welches durch die Meningokokkeninfektion verursacht wurde und in der Folge an einer Blutvergiftung. Die Symptome der Infektionskrankheit können sehr schnell auftreten und äussern sich in hohem Fieber, Kopfweh, Halsstarre, Erbrechen, Ausschläge, Konfusion und Mattigkeit. Ungefähr 1000 Amerikaner erkranken jedes Jahr an Meningokokkeninfektionen und von diesen sterben dann 10-15%. [ProMed]

26.04.2012 Lebensmittelvergiftung im Gefängnis (USA)

Hunderte von Gefangenen des Kent County Gefängnisses sind im April an einer Gastritis erkrankt, welche von einer Lebensmittelvergiftung ausgegangen ist. Untersuchungen zeigten, dass sich im Reis und im Käse, welche konsumiert wurden, Bakterien befanden. Clostridium perfringens Bakterien erzeugen die am meisten verbreitete, bakterielle Lebensmittelvergiftung. So können schon nach 6 Stunden Symptome wie Durchfall und Magenkrämpfe auftreten. Wenn grosse Mengen kontaminierter Lebensmittel bei zu warmen Temperaturen gelagert werden, können Probleme auftreten. Darum sind es häufig Institutionen wie Gefängnisse, Altersheime, Schulen und Orte wo Lebensmittel warm gehalten werden, wo diese Ausbrüche auftreten. Wenn während des Kochens nicht alle Bakterien abgetötet wurden, dann haben diese während der Warmhaltephase ideal Zeit sich zu vermehren. Wenn die Bakterien erst mal mit der Nahrung aufgenommen wurden, wird im Körper dann das Toxin gebildet, das die Erkrankung hervorruft. Clostridium perfringens ist ein anaerob, Gram positives, Sporen-bildendes Stäbchen. C. perfringens Bakterien kommen in der Umwelt vor und häufig auch in den Därmen von Menschen und Nutztieren. Der normale Verlauf einer Infektion mit C. perfringens ist gekennzeichnet durch starke abdominale Krämpfe und Durchfall, welche im Durchschnitt 8-22 Stunden nach Konsumation der kontaminierten Nahrung auftreten. Die starken Symptome verschwinden normalerweise innerhalb 24 Stunden, schwächere Symptome können jedoch bei gewissen Individuen bis 2 Wochen andauern. Auch wurden schon einige Todesfälle wegen Dehydrierung und anderen Komplikation im Zusammenhang mit C. perfringens Infektionen gemeldet. [ProMed]

19.04.2012 Cryptosporidiose in Wasserparks (USA)

Gemäss den Gesundheitsbehörden von Minnesota wurden in einem Ausbruch von Cryptosporidiose im letzten Monat in einem Wasserpark in Minnesota 97 Menschen infiziert. Bei 22 dieser Infektionen wurde bisher in Laboruntersuchungen bestätigt, dass es sich um Cryptosporidiose handelt. Wahrscheinlich repräsentieren diese Fälle jedoch nur einen Teil der Personen, welche sich im Wasserpark mit den Parasiten infiziert haben. Die Untersuchungen des Ausbruches dauern immer noch an. Obwohl die Wasserbecken am 26. März geschlossen wurden, kann es 2 Wochen nachher immer noch Personen geben, welche krank werden. Die Symptome dauern 1-2 Wochen an. Ein weiterer (unabhängiger) Ausbruch in einer anderen Stadt in Minnesota führte zu 36 gemeldeten Fällen, wobei hier nur ein Fall in Laboruntersuchungen bestätigt worden ist. Eine Person musste sich bei beiden erwähnten Ausbrüchen ins Spital begeben. Die Symptome einer Infektion beinhalten Magenkrämpfe, Fieber oder Durchfall. Man kann sich beim Schwimmen in infiziertem Wasser, beim Kontakt mit Tieren oder auch beim Trinken von unpasteurisierter Milch infizieren. Im 2011 gab es gemäss den Gesundheitsbehörden in Minnesota 305 bestätigte Fälle von Cryptosporidiose. Die Infektion kann für immungeschwächte Menschen, für Kinder, für Schwangere und für alte Menschen gefährlich sein. Die Gesundheitsbehörden raten den Personen, welche in den zwei letzten Wochen Durchfall hatten, nicht in diese Wasserparks zum Schwimmen zu gehen. [ProMed]

12.04.2012 Sapoviren im Kommen?

In einer Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörden von  Oregon, Minnesota und den US Center for Disease Control and Prevention (CDC) wurde herausgefunden, dass Gastroenteritis-Erkrankungen in Langzeitpflegeeinrichtungen vielfach durch Sapoviren erzeugt werden, ein Organismus, welcher nicht routinemässig untersucht wird. Die gemachten Untersuchen unterstreichen die Notwendigkeit, dass man bei Gastroenteritis-Ausbrüchen immer nach verschiedenen Organismen sucht, weil die exakte Quelle einer Infektion nur aufgrund der Symptomatik z. T. schwer zu bestimmen ist. Unter Verwendung der Daten von Oregon und Minnesota wurden 2161 Gastroenteritis-Ausbrüche untersucht, welche zwischen 2002 und 2009 aufgetreten sind. Unter diesen fanden sich 142 Ausbrüche, bei denen keine Noroviren gefunden wurden und von diesen 142 Fällen wurden 93 noch weiter nach anderen Viren untersucht, dabei auch nach Sapoviren, Astroviren, Adenoviren und Rotavioren. Sapoviren wurden in 21 Ausbrüchen gefunden, wovon 66% der Ausbrüche in Langzeitpflegezentren aufgetreten sind, mit fast der Hälfte dieser Ausbrüche im 2007. Unter Verwendung der Daten von 14 der 21 Ausbrüche und man dabei 141 bis 269 Patienten analysierte dauerten die Symptome nach dem ersten Auftreten zwischen 24 und 105 Stunde und waren vor allem Erbrechen, Durchfall und Fieber. Die Forscher fanden heraus, dass Sapo- und Norovirus-Ausbrüche klinisch und epidemiologisch so ähnlich sind, dass man sie ohne Laborbefunde nicht unterscheiden kann. [ProMed, Lee LE et al: Sapovirus outbreaks in long-term care facilities, Oregon and Minnesota, USA, 2002-2009. Emerg Infect Dis. 2012; 18(5); <http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/18/5/11-1843_article.htm>]

05.04.2012 Ausbruch der Legionärskrankheit (Neuseeland)

Ein Ausbruch der Legionärskrankheit hat in Auckland (Neuseeland) am 4. April 2012 das erste Todesopfer gefordert. Die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass es noch mehr Todesopfer geben könnte. Die Behörden von Auckland geben keine Auskunft darüber, welche Gebäude diese Woche notfallmässig geschlossen wurden, um die Keime mit Chemikalien abzutöten. Nunmehr gibt es seit Mitte Februar 11 Fälle von Personen mit der Legionärskrankheit, darunter ein Todesopfer. Die Gebäudebesitzer wurden von den Behörden aufgefordert, die wassergekühlten Klimaanlagen mit Chemikalien zu behandeln um alle Legionella-Bakterien, welche ggf. vorhanden sind, abzutöten. Da die Symptome einer Infektion erst nach 2-14 Tagen auftauchen, ist es sehr schwierig die Quelle der Infektion dann noch feststellen zu können und zu sagen wie weit sich die Bakterien schon verbreitet haben. In Neuseeland stirb jede 20. Person der jährlich gemeldeten Fälle an der Legionärskrankheit. In anderen Ländern kann es viel höher sein mit jeder 5. Person, die stirbt. Das Risiko die Bakterien in Neuseeland zu bekommen sind 3:100 000. Glücklicherweise werden die Bakterien nicht von Mensch zu Mensch weitergegeben. Eine Infektion kann nur über wassergekühlte Klimaanlagen stattfinden und ist daher sehr selten. Im 2005 hat es in Christchurch (Neuseeland) einen Ausbruch gegeben, der recht gross war und bei dem auch Menschen gestorben sind. Damals konnte man trotz intensiver Suche die Quelle der Infektion nicht lokalisieren. [ProMed]

29.03.2012 Ross River Virus im Kommen (Australia)

Im Westen von Australien sowie auch in Tasmanien hat die Zahl der mit Mücken-infizierten Personen dramatisch zugenommen. Die Gesundheitsbehörden vieler Regionen warnen die Reisenden, so dass diese sich der Gefahr einer Infektion mit Ross River Virus bewusst sind. Dieser dramatische Anstieg der Mückenübertragenen Infektionen rührt von den jüngsten Überflutungen und somit von den vielen Brutstätten von Mücken in Westaustralien her. Die Gesundheitsbehörden haben im 2012 schon 632 Infektionsfälle in Australien und Tasmanien verzeichnet  A, was eine Verdoppellung gegenüber 20111 bedeutet. Wegen den schweren Niederschlägen und Überflutungen, ist es vielerorts zu stehenden Gewässern gekommen, welche nun ideale Brutstätten für Mücken sind. Die Gesundheitsbehörden raten den Reisenden sich gut gegen Mückenstiche zu schützen. Ross River Viren führen zwar nie zum Tod, es gibt jedoch eine grosse Bandbreite von Symptomen beim Menschen: etwa 1/3 der  infizierten Personen merken überhaupt nicht, dass sie infiziert sind. Bei den anderen setzen die Symptome 3 – 11 Tage nachher ein und äussern sich in Müdigkeit, Schmerzen und ggf. Schwellungen in den Gelenken. Einige bekommen sogar Hautausschläge and Armen und Körper, die aber nach 7 – 10 tagen wieder verschwinden. Reisende sollten jedoch wissen, dass die Ross River Viren nicht nur in Australien vorkommen, sondern auch in Indonesien, in Papua Neuginea und auf einigen Pazifischen Inseln. [ProMed]

22.03.2012 Syphilis kommt zurück II (Kalifornien)

Die Gesundheitsbehörden von Sacramento vermuten als Grund des Aufflammens von Syphilis einen überraschenden Gegenstand: Smartphones. Soziale Netzwerke und Smartphones haben es den Menschen erleichtert andere gleichgesinnte zu finden und so auch beim Suchen von gelegentlichem Geschlechtsverkehr. Einige der Programme von Smartphones verfügen sogar über ein GPS-System, welches erlaubt andere Personen in der Nähe mit gleichen Interessen zu suchen. Meistens sind es homosexuelle Männer, welche diese Dienste gebrauchen, aber es gibt auch viel Heterosexuelle, welche diese digitalen Netzwerke verwenden. Ein Teil des Anstieges von Syphilis kommt jedoch auch von der höheren Aufmerksamkeit, mit welcher die Ärzte auf Symptome reagieren und deshalb auch mehr Syphilistests veranlassen. In der primären und sekundären Phase, welche Wochen bis Monate dauern kann, erzeugt Syphilis eine einzelne offene Wunde, wenn das Bakterium im Körper ist sowie auch einen Ausschlag an Händen und Füssen. Die Symptome sind oft sehr mild und schmerzlos und die offene Wunde kann im Anus, in den Genitalien oder im Mund versteckt sein, so dass die Personen gar nicht wissen, dass sie infiziert sind. Diese frühen Symptome verschwinden jedoch wieder der Keim kann dann für 10-20 Jahre inaktiv im Körper der infizierten Person bleiben. Dann kann die Krankheit plötzlich wieder ausbrechen und interne Organe schädigen, inklusive das Gehirn. Syphilis kann ganz einfach mit einem Bluttest diagnostiziert und dann mit Antibiotika geheilt werden, die angerichteten Schäden bleiben jedoch zurück. Die Krankheit ist in der frühen Phase durch Haut-zu-Haut Kontakt mit der offenen Wunde ansteckend, wobei Kondome die Übertragung verhindern können, wenn die offene Wunde überdeckt ist. Von 1940 bis 2000 haben die Syphilisfälle in den USA drastisch abgenommen. [ProMed]

15.03.2012 Syphilis kommt zurück I (Kalifornien)

Lange sah es so aus wie wenn Syphilis zu den Infektionskrankheiten gehört die langsam verschwinden. Jetzt kommt die Infektionskrankheit zurück, v.a. in Sacramento (Kalifornien). Neue Fälle der gefährlichen, sexuell übertragbaren Krankheit sind national und lokal in den letzten Jahren im steigen begriffen. Aber in der Region um Sacramento ist die Zunahme seit Sommer 2011 extrem hoch. Lokale Ärzte diagnostizierten in der ersten Hälfte von 2011 41 Fälle von primärer und sekundärer Syphilis, d.h. die frühe, weniger schädliche Phase von Syphilis. In der zweiten Jahreshälfte von 2011 waren es schon 65 Fälle, was einem Anstieg um 60% entspricht. Diese Zahlen beruhen auf den Auswertungen der kalifornischen Gesundheitsbehörden und es könnte gut sein, dass noch 10 Fälle dazukommen, wenn die Zahlen im Mai 2012 definitiv sind. Zusammen sind die 106 neuen Fälle zweimal soviel wie Im Jahr zuvor in Sacramento und die höchsten in den letzten 10 Jahren, wenn man bedenkt, dass im 2001 nur 4 Fälle vorgekommen sind. Die Infektionsrate für Syphilis in Sacramento ist 7.4 Fälle pro 100 000 Einwohner und damit 25% höher als im Rest von Kalifornien. National hat sich die Infektionsrate seit 2000 mehr als verdoppelt von 2.1 zu 4.5 Fälle pro 100 000 Einwohner. Syphilis wird durch ein Bakterium (Treponema pallidum) hervorgerufen. Der Keim kann von Mensch-zu-Mensch durch vaginalen, analen oder oralen Geschlechtsverkehr übertragen werden. Wenn man die Infektion nicht behandelt kann die Infektion Jahre oder Jahrzehnte später wiederaufflammen und Lähmungen, Blindheit und Dementia hervorrufen. [ProMed]

08.03.2012 Hepatitis A Ausbruch (Australien)

Auckland steht vor einem Ausbruch von Hepatitis A, nachdem 19 Fälle, darunter auch Schulkinder, bestätigt worden sind. Hepatitis A ist normalerweise eine recht milde Infektionskrankheit bei Kindern, wobei sich die Kinder jeweils komplett erholen und auch keine weitergehenden Gesundheitsbeeinträchtigungen zu erwarten sind. Hingegen bei Teenagern und erwachsenen Personen kann es gefährlich werden. Hepatitis A Viren werden durch Ausscheidungen übertragen und können von Mensch zu Mensch weitergegeben werden, wenn kontaminiertes Wasser getrunken oder Lebensmittel verzehrt werden. Bei Kindern sind die Symptome Fieber, Magenprobleme, Müdigkeit und ein allgemeines Unwohlsein. Viele Kinder haben keine Symptome, entwickeln jedoch manchmal eine Gelbsucht. Am besten schützt man sich vor einer Infektion, indem man sich die Hände sorgfältig mit Seife wäscht und sie auch richtig trocknet. Dies ist besonders wichtig nachdem man die Toilette benutzt hat. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 2 bis 6 Wochen (Durchschnitt 28 Tage). In Entwicklungsländern und Regionen mit einem schlechten Hygienestandard ist die Häufigkeit der Infektionskrankheit sehr hoch und die meisten Kinder infizieren sich sehr früh. Es gibt keine spezifische Behandlung von Hepatitis A, man kann sich jedoch dagegen impfen lassen. Verschiedenste Impfstoffe sind weltweit erhältlich, jedoch gibt es keinen Impfstoff für Kinder unter 1 Jahr alt, der zugelassen ist. Fast 100% der geimpften Personen werden innerhalb eines Monates immun gegen das Hepatitis A Virus und man hat schon Millionen von Personen geimpft, ohne dass ernste Nebenwirkungen beobachtet worden sind. [ProMed]

29.02.2012 Ross River Virus (Australien)

In Perth (Australien) haben die Gesundheitsbehörden eine Warnung für Ross River Viren herausgegeben nachdem klar wurde, dass in den letzten 2 Monaten mehr Personen infiziert wurden als im ganzen 2011. In einer Erklärung der Stadt Cockburn wurde mitgeteilt, dass seit dem 1 Januar 2012 62 Fälle von Ross River Infektionen gemeldet worden sind, was fast dreimal so viel ist wie im gleichen Zeitraum 2011 mit 21 Fällen. Im ganzen Staat hat es seit Beginn 2012insgesamt 511 Fälle gegeben. Das sind mehr als alle Fälle zusammen im 2011, wo das ganze Jahr 245 Infektionen gemeldet wurden. Letztes Jahr hatte es zur gleichen Zeit. Staatsweit auch nur 245 Fälle, was für diese Jahr eine Verdoppelung bedeutet. Die Gesundheitsbehörden haben die Einwohner angehalten spezielle Massnahmen zu treffen, um nicht von Mücken gestochen zu werden. Speziell während dem Sonnenuntergang und bis zu drei Stunden später sollen diese Massnahmen vor allem getroffen werden. Die Behörden haben Mückenfallen aufgestellt, um die erwachsenen Mücken zu fangen und festzustellen, wo die potentiellen Brutstätten der Mücken sind. Gemäss den Gesundheitsbehörden Symptome einer Infektion sind Hautausschläge, geschwollene und schmerzende Gelenke, Müdigkeit, Fieber und Kopfschmerzen. Die Symptome beginnen 3-21 Tage nach einem Mückenstich und können während mehreren Monaten anhalten. Fieber, Unwohlsein und Hautausschläge vergehen innerhalb von 2 Wochen, die Gelenkschmerzen jedoch können viel länger andauern. Es gibt keine Behandlung von Infektionen mit Ross River Viren, das einzige, was man machen kann ist verhindern, dass man gebissen wird. [ProMed]

23.02.2012 Gesundheitsgefährdung durch Toxoplasmen

Es sind mehr als nur die Exkremente einer Katze, die man sieht: diese haben das Potential in Seeottern und Menschen eine Krankheit hervorzurufen. Eine junge Katze kann bis zu 100 Millionen Oocysten (kleine eierartige Strukturen) in ihren Exkrementen ausscheiden. Und alles, was es braucht, ist eine Oocyste, um eine Infektion mit Toxoplasma gondii zu verursachen. Normalerweise ist der Parasit im Menschen asymptomatisch, kann aber manchmal Probleme in Kindern von infizierten Müttern hervorrufen, wie z.B. Gehörlosigkeit, Mentalprobleme und Blindheit. Insbesondere auch Menschen mit Immunschwäche oder AIDS/HIV können gefährliche Komplikation bekommen. Forscher versuchen nun herauszufinden, warum gewisse Meerestiere in Nordpazifik an den Folgen einer Infektion mit Toxoplasma gondii sterben können. Vor dem Jahr 2000 hat es keine dokumentierten Fälle gegeben. Katzenexkremente spielen möglicherweise ein Rolle dabei: wenn immer mehr Menschen in der Nähe der Meeresküste leben, können die Kontaminationen vom Land ins Meer zunehmen: die Oocysten der Parasiten können bei Sturm ins Wasser gespült werden. Dort können sie von Muscheln und schliesslich von Seeottern aufgenommen werden. Menschen, welche nachher rohe Meeresfrüchte verzehren, können sich dann auch infizieren. Bis zu 25% der Amerikaner sind mit Toxoplasmen infiziert und in gewissen Teilen Europas kann es sogar bis zu 50% der Personen gehen. Ist man einmal infiziert, hat man die Parasiten das ganze Leben lang. Es ist nicht bekannt, wieso in Europa mehr Menschen von diesem Parasiten befallen sind. Es könnte aber mit den Essgewohnheiten zusammenhängen, da in Europa mehr roher Fisch oder rohes Fleisch gegessen wird. Über die letzten Jahrzehnte haben die Forscher herausgefunden, dass es mehrere Genotypen von Toxoplasma gondii gibt, welche für den Menschen mehr oder weniger gefährlich sind. [ProMed]

16.02.2012 Kontaminierte Milch (USA)

Der kürzliche Ausbruch von Campylobakteriose (Pennsylvania, USA), welcher in Zusammenhang mit einem bestimmten Bauernhof gebracht werden konnte, zählt zu den 3 schwersten Ausbrüchen in Pennsylvania ausgehend von kontaminierter Milch. Die Gesundheitsbehörden von Pennsylvania berichteten am 13. Februar, dass die rohe Milch eines Bauernhofes mit 65 Fällen von Campytobakteriose in Verbindung gebracht werden konnte und zwar in 4 Staaten: 56 Fälle in Pennsylvania, 4 in Maryland, 3 in West Virginia und 2 in New Jersey. Seit 2006 hatte Pennsylvania mindestens 7 Krankheitsausbrüche, welche mit roher Milch in Verbindung gebracht werden konnten, die meisten Personen erkrankten an Campylobacter-Bakterien und der Rest an Salmonellen. In allen diesen Ausbrüchen waren über 250 Personen erkrankt. Rohe Milch, welche am 16. Januar 2012 in Flaschen abgefüllt worden war, ist verantwortlich für den letzten Ausbruch. Der Milchproduzent stoppte von sich aus die Produktion von Rohmilch für 11 Tage und nahm die Produktion am 7. Februar wieder auf, nachdem die Behörden die Produktion wieder freigegeben hatten. Pro Monat verkauft dieser Milchproduzent rund 130’000 Portionen Rohmilch. Viele Konsumenten kommen aus anderen Staaten nach Pennsylvania, weil sie in ihrem Staat keine unbehandelte Milch legal kaufen können. In Pennsylvania ist Rohmilch gekennzeichnet, dass sie ein mögliches Gesundheitsrisiko darstellt. Bauern, welche Rohmilch verkaufen, müssen die Warnung den Konsumenten ebenfalls bekanntgeben. [ProMed]

09.02.2012 Legionärskrankheit in Best Western Hotel (USA)

Sechs Fälle von Legionärskrankheit sind mit einem Best Western Hotel in Albany im Staat New York in Zusammenhang gebracht worden. Die erkrankten Personen waren Gäste in diesem Hotel zwischen September und Dezember 2011. Am 30. Januar 2012 zeigten Untersuchungen, dass die Menge an Legionella Bakterien im Wassersystem des Hotels höhere Werte hatte als es normalerweise vorkommt. Die Gesundheitsbehörden haben das Hotel nicht geschlossen, weil offensichtlich für die jetzigen Gäste keine Gefahr mehr besteht, weil man gegen die Legionella Bakterien vorgegangen ist. Die Legionärskrankheit ist gekennzeichnet durch eine schwere Lungenentzündung. Gewöhnlich wird man infiziert, wenn man Wasserdampf aus Duschen und aus kontaminierten Klimaanlagen einatmet. Symptome sind Fieber, Schüttelfrost und Muskelschmerzen. Die Inkubationszeit bis zum Ausbruch nach der Ansteckung beträgt 2 bis 14 Tage. Die Krankheit tritt vielfach in Hotels und Wasserpark auf, wo die Leute dem Wasserdampf von Brunnen ausgesetzt sind. Alle sechs Erkrankten dieses Ausbruches haben sich gut erholt. Das Best Western Hotel wird nun sein gesamtes Wassersystem unter der Aufsicht der Gesundheitsbehörden durchspülen. Die Gesundheitsbehörden haben das Hotel auch angewiesen, alle Gäste über das Wasserproblem in diesem Hotel zu informieren. Als zusätzliche Massnahme hat das Hotel im Wassersystem die Temperatur so erhöht, dass die Legionella Bakterien abgetötet werden sollten. Die Legionärskrankheit verläuft in den meisten Fällen mild und fast alle Erkrankten erholen sich schnell. [ProMed]

02.02.2012 Tod durch Wassermelone (EU)

Bei einem Ausbruch von Salmonellose ist eine Person gestorben und 50 weitere Personen sind erkrankt. Im Moment spekulieren die Gesundheitsbehörden, dass Melonen aus Brasilien die Quelle der Infektionen sein könnten. Der Ausbruch begann im Dezember 2011 und man geht davon aus, dass vorverpackte, konsumfertige Melonenschnitze aus Brasilien mit dem Ausbruch in Zusammenhang gebracht werden können. Die Gesundheitsbehörden raten den Konsumenten, alle Früchte und Gemüse vor dem Verzehr zu waschen. Wassermelonenproben waren positiv auf Salmonella enterica Serotyp Newport getestet worden. Konsumfertige Lebensmittel, die ja sehr populär geworden sind, werden jedoch in den wenigsten Fällen von den Konsumenten nochmals gewaschen und werden als gesunde Lebensmittel vielfach zum Mittagessen verzehrt. 70 Prozent der infizierten Personen sind Frauen (inkl. Eine 6 Monate alten Säuglings und eines Pensionärs). Bestätigte Fälle sind in England (26), Wales (3), Nordirland (1), Schottland (5), Irland (5) und Deutschland (15).Die getesteten Wassermelonen waren von Brasilien importiert worden und 10 bis 15 der Patienten gaben an solche Wassermelonen 2-3 Tage vor den Einsetzen der Symptome konsumiert zu haben. Brasilien ist mit 12% (=6100 Tonnen) der grösste Produzent für importierte Wassermelonen in Grossbritanien. Salmonella Newport kann vielfach mit Rindern oder Pferden in Verbindung gebracht werden, so kann der Mist dieser Tiere, der als Dünger verwendet wird, eine potentielle Kontaminationsquelle sein. [ProMed]

26.01.2012 Mellioidose (Australien)

Der Mann einer Parlamentarierin erholt sich im Moment im Spital, nachdem er sich eine gefährliche aus dem Boden kommende Infektionskrankheit zugezogen hatte. Die Parlamentarierin sagte, dass sich ihr Mann in ärztliche Behandlung gegeben hatte, nachdem eine Wunde an seinem Fuss nicht heilte. Sie geht davon aus, dass sich ihr Mann beim Rasenmähen trotz Vorbeugemassnahmen infiziert hat. Die Gesundheitsbehörden der Region teilten mit, dass in dieser Saison schon 24 Fälle von Mellioidose, in zwei Fällen mit Todesfolge, ereignet hätten. Melioidose befällt hauptsächlich Personen, welche direkten Kontakt mit Boden und Wasser haben. Viele Erkrankte haben schon andere Krankheiten wie Diabetes, Nierenprobleme, Zirrhose, Thalassemie, Alkoholabhängigkeit, immunsuppressive Behandlung, Lungenprobleme oder zystische Fibrose. Melioidose trifft Menschen jeden Alters, kommt aber am häufigsten zwischen dem 40-60 Lebensjahr vor und trifft zu grösseren Anteilen Männer. In gewissen Fällen von akuter Mellioidose zeigt sich ein schwerer Verlauf mit rasch voranschreitenden Atemproblemen, welche durch ein Akutes Respiratorische Stress Syndrom (ARDS) und / oder durch eine Lungenentzündung hervorgerufen werden. [ProMed]

19.01.2012 Epidemische Gastroenteritis (Frankreich)

Seit 1990 werden in Frankreich akute Fälle von Gastroenteritis überwacht. Gemäss den gesammelten daten hat man nun herausgefunden, dass die Fälle von akuter Gastroenteritis in städtischen Gebieten in Frankreich über dem den Werten liegen, bei dem man von einem Ausbruch spricht und zwar bei 300 Fällen pro 100‘000 Einwohner (bei einem Ausbruchswert von 282). Gemässe den Daten gibt es in Frankreich 6 Regionen, welche diesen Wert überschreiten: Aquitaine mit 308 Fällen, das Alsass mit 319 Fällen, die Provence-alps-Cote-d'Azur mit 327 Fällen, gewisse Regionen der Normandie mit 339 Fällen, Languedoc-Roussillon mit 571 Fällen und der Spitzenreiter Nord-Pas-de-Calais mit 884 gemeldeten Fällen. 43% der betroffenen Persone waren Männer mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren. In den Mehrzahl der Fälle ist eine virale, bakterielle oder parasitäre Gastroenteritis ansteckend. Gastroenteritis ist eine häufig vorkommende Krankheit, welche die meisten Menschen treffen könnte und wird durch ungenügende Hygiene und falsche Behandlung von Lebensmitteln gefördert. [ProMed]

12.01.2012 HIV – böswillige Absicht (USA)

Ein HIV-positiver Mann hat sich in Michigan am 26. Dezember 2011 den Behörden gestellt und zugegeben, dass er mit 3000 Männern und Frauen sexuelle Kontakte gehabt hätte mit dem Ziel das HI-Virus zu verbreiten und die Personen zu töten. Zum heutigen Zeitpunkt des eingeleiteten Verfahrens wird dem 51-jährigen Mann in zwei Fällen von sexuellen Kontakten angeklagt, dass seine Partner nicht gewusst hätten, dass er HIV-positiv war. Eine Frau bezeichnete den Mann als Psychopathen und Raubtier. Noch ist unklar, ob der Anwalt auf Geistesgestörtheit des Mannes plädieren wird. In Michigan gilt sexueller Kontakt einer HIV-positiven Person als Straftat. Nach mehreren Selbstmordversuchen wurde der Mann in eine Heilanstalt überführt. Dort zeigte sich, dass der Mann sexuell erregt wird, wenn er Frauen Schmerzen zufügen kann. Sein Anwalt kündigte an, dass er alle Optionen zur Verteidigung seines Kunden prüfen werde. Auf der anderen Seite ist es auch dem Anwalt klar, dass ein solcher Mensch aus der Gesellschaft entfernt werden muss. [ProMed]

05.01.2012 Murray Valley Enzephalitis (Australien)

Die Gesundheitsbehörden von New South Wales (NSW, Australien) warnen die Bewohner und Besucher des westlichen und südlichen Teil der Region, dass diese spezielle Schutzmassnahmen zu treffen haben, um sich vor Mückenstichen zu schützen. Dies nachdem man das Murray Valley Enzephalitis (MVE) Virus in NSW dort in Sentinel-Hühnern gefunden hat, welche in dieser Region leben und da man positive Befunde für MVE in NSW relativ selten findet. Positive. Die Hauptaussage der Warnung ist, dass man sich con Mücken nicht stechen lassen soll und man auf mögliche Symptome einer Virusinfektion achten sollte. Das erhöhte Risiko für den Menschen ergibt sich mit den im warmen und feuchten Wetter wachsenden Mückenpopulationen, welche das Virus tragen und es somit auf Vögel und eben manchmal auf den Menschen übertragen können. Schon im Sommer 2010 hatte man die MVE Viren in Sentinel-Hühnern und in Mücken entdeckt und in NSW wurden zwei Infektionen von Menschen mit dem MVE gemeldet. [ProMed]